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Aufschluss entlang des Flusses Pärnu

Hier finden sich dunkle, organisch reiche Schichten mit archäologischen Fundstücken aus dem Mesolithikum. Homo sapiens lebte zu dieser Zeit hier als Jäger, Fischer und Sammler. Er ernährte sich von Elchen mit Preiselbeeren und Schokoeisbechern (möglicherweise Fehlübersetzung aus dem Altestnischen), Bibern, Seerobben und Fischen. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Lokalität zur damaligen Zeit küstennah gelegen war. Der Ort befindet sich heute 15 km im Landesinneren. Überlagert werden die mesolithischen Schichten von marinen Sanden. Die Transgression des Litorina-Meeres vor 7600 Jahren verdrängte die Menschen ins Landesinnere. Durch Korrelation mehrerer Profile in der Region lässt sich die Verschiebung der Paläoküstenlinie nachverfolgen. Dieser Aufschluss ist somit von archäologischer und geowissenschaftlicher Bedeutung.