Der Klimawandel aus geologischer Sicht

Artikel aktualisiert am 23.01.2019

Den meisten, die das hier lesen werden ist bewusst, dass die globale Erderwärmung eine akute Bedrohung darstellt und wir dabei sind auf eine Katastrophe zuzusteuern. Es liegt nun nicht nur an der Politik, sondern auch an jedem einzelnen etwas zu tun, damit die im aktuellsten Sonderbericht des Weltklimarates angegeben 1,5 °C globale Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau eingehalten werden können.

Genau deshalb hat unser Kollege Prof. Dr. Nikolaus Froiztheim den Start der Vorlesungszeit im neuen Semester genutzt um die Neuankömmlinge im Studium der Geowissenschaften den Klimawandel aus geologischer Sicht zu erläutern. Zudem listet er sechs Sofortmaßnahmen, mit denen der eigene CO2-Fußabdruck verringert werden kann.

Eine Möglichkeit etwas zu bewirken wird auf der Webseite Freiwillig fürs Klima mit dem süßen Pinguin Piet aufgezeigt.

Anschauen, teilen, mitmachen! Wir können etwas bewirken!

 

1 Kommentar zu “Der Klimawandel aus geologischer Sicht

  1. Ein Geologie-Professor sollte sich eigentlich in der Paläoklimatologie auskennen und wissen, dass es in der historischen und geologischen Vergangenheit niemals eine Kausalität zwischen CO2 und Atmosphärentemperatur gegeben hat.

    Die Erde befindet sich seit 2,6 Millionen Jahren in einer Eiszeit (Glazial). Eine Eiszeit ist dadurch definiert, dass mindestens einer der Erdpole dauerhaft vereist ist. In dieser Eiszeit traten heftige Temperaturschwankungen von 8-10 °C auf, es sind 141 Zyklen mit Kaltzeiten (Stadiale) und Warmzeiten (Interstadiale) bekannt. Gleichwohl war es in 80% der Erdgeschichte wärmer als heute.
    Z. Z. befindet sich die Erde in einem Interstadial. Innerhalb der Stadiale und Interstadiale gab und gibt es wiederum kleinere und größere Temperaturschwankungen, kleinere wie z. B. die Kleine Eiszeit von etwa 1500 bis 1850, in der es 1-2 °C kälter war als heute. Und Warmzeiten wie die Ägyptische, die Römische oder die Mittelalterliche Warmzeit, in denen es mindestens so warm war wie heute. Kaltzeiten werden Pessimum, Warmzeiten Optimum genannt.
    In den Warmzeiten erblühten die antiken Kulturen der Ägypter, der Griechen und der Römer, in der Mittelalterlichen Warmzeit waren die meisten Gletscher verschwunden und die Wikinger konnten Island und Grönland besiedeln und dort Ackerbau betreiben.

    In der Kleinen Eiszeit dagegen gab es jahrelange Missernten, die in den sog. Brotaufständen in Frankreich endeten und u. a. zur Französischen Revolution führten. Es gab die Pest und den 30-jährigen Krieg, Wetterextreme und Dürren häuften sich.
    Weiterhin sind auf der Nordhalbkugel im Zeitraum von 110.000 bis 23.000 Jahren vor heute insgesamt 23 rasante Temperaturanstiege bis zu 8°C innerhalb von 40 Jahren bekannt, die sog. Dansgaard-Öschger-Ereignisse, ohne Anstieg des CO2. Der Wandel ist also das Wesen des Klimas.

    Die heutigen Temperaturaufzeichnungen beginnen in der Regel im Jahr 1850 zum Ende der Kleinen Eiszeit. Danach wurde es zunächst wärmer, ganz ohne CO2-Zunahme. Von 1880 bis 1910 kühlte es ab und zwischen 1910 und 1940 wurde es kräftig wärmer, wiederum ohne CO2-Zunahme. Als es zwischen 1940 und 1970 erneut stark abkühlte, warnten die Meteorologen vor einer neuen Eiszeit. Der bisher einzige Klimaabschnitt, der eine positive Korrelation zur CO2-Zunahme aufweist, ist die Zeit von 1970 bis 2000. Seitdem nimmt die Temperatur wieder leicht ab, so dass seit dem Ende der Kleinen Eiszeit ein 30-jähriger Zyklus zu erkennen ist, der vom CO2-Gehalt der Atmosphäre unabhängig ist. Vieles deutet darauf hin, dass die heutige leichte Erwärmung nur das Ende der für Mensch und Tier unwirtlichen Kleinen Eiszeit ist.

    Einen Zusammenhang zwischen CO2 und Erwärmung gab es in der geologischen Vergangenheit dennoch: Antarktische Eisbohrkerne zeigen, dass zuerst die Temperatur und danach der CO2-Gehalt gestiegen ist. Denn wenn sich das Wasser der Ozeane erwärmt, wird CO2 freigesetzt. Diese Korrelation findet sich in jeder Aufzeichnung welcher Dauer auch immer und über alle Zeiträume.

    Klima ist ein äußerst komplexes System, das die Wissenschaft nur ansatzweise verstanden hat. Trotzdem wird stets darauf hingewiesen, dass anthropogene Emissionen von CO2 – übrigens 3% von 0,04 % CO2 in der Atmosphäre – Hauptverursacher des Klimawandels sind. In den Medien wird oft ein 97%-Konsens der Wissenschaftler erwähnt. Diese Aussage basiert auf der Sichtung von Studien zum Klimawandel des Australiers James Cook aus dem Jahre 2013. Gut 66% der Studien nahmen keine Stellung zum menschlichen Anteil an der Erwärmung, von den verbleibenden knapp 34% unterstützten 33% zumindest einen geringen menschlichen Beitrag. Cook teilte also 33 durch 34 und erhielt 97%. Eine Argumentation mit einem wissenschaftlichen Konsens ist außerdem absurd, nicht die Mehrheit entscheidet über Naturgesetze, sondern die Realität.

    Die Erwärmung der Atmosphäre durch CO2 ist zunächst eine Hypothese. Eine Hypothese startet erst einmal als Idee, die dann zu einer wissenschaftlichen Theorie wird, wenn sie sich überprüfen lässt. Sie bedarf also zwingend einer experimentellen Bestätigung. Zu einer CO2-verursachten Erwärmung der Atmosphäre gibt es tatsächlich kein einziges belegbares wissenschaftliches Experiment, das diese Hypothese unterstützt. Es gibt allerdings Versuche, die eher eine leichte Abkühlung durch CO2 belegen, aber auch hier ist Skepsis angebracht.

    Selbst das IPCC, auch Weltklimarat genannt, gesteht ein, dass das Klima ein chaotisches System ist und deshalb keine längerfristigen Vorhersagen möglich seien. Das IPCC spricht auch nicht von Klima-Vorhersagen, sondern nur von Projektionen. Und Projektionen sind Möglichkeiten und keine Wissenschaft.

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