Geländearbeit Oman

Artikel aktualisiert am 11.02.2019

Zurzeit ist die AG Umweltgeologie wieder auf interdisziplinärer Mission im Oman unterwegs. Während unser AG-Leiter Gösta Hoffmann eine Exkursion der GUtech (German University of Technology im Oman) leitet und den Studenten die faszinierende Geologie ihrer Heimat näherbringt, sind drei Doktorandinnen auf eigene Faust unterwegs.

Valeska wühlt sich mit Enthusiasmus und Schaufel durch die Sabkhas des Landes, immer auf der Suche nach Paläomangroven. Einmal die richtige Schicht gefunden, heißt es beschreiben, messen, beproben. Eine Pollenanalyse sowie C14-Datierung von Pflanzenmaterial sollen Aufschluss über die Entwicklung der Mangroven und damit auch Veränderungen von Klima und Meeresspiegel im Quartär bringen. Dabei durften ihr auch omanische Studierende über die Schulter schauen.

In der Zwischenzeit sind Kim und unsere Masterstudentin Hajar der Hydrogeologie eines der weltweit größten Karstkomplexen auf der Spur. Dafür kriecht man auch schonmal in enge Felsspalten und führt den Titrationsversuch in totaler Dunkelheit durch.

Michaela interessiert sich weniger für Wasser und Schlamm und mehr für „richtiges“ Gestein, Beachrock um genau zu sein. Die Sedimentologie der zementierten Strandsedimente erlaubt Aussagen über quartäre Meeresspiegelschwankungen und Küstenevolution. Außerdem stehen dieses Jahr noch Brandungshohlkehle auf der Agenda. Diese geomorphologischen Marker entstehen durch Bioerosion und Abrasion und dienen ebenfalls als Meeresspiegelindikator.

Alles in allem sind wir fachlich breit aufgestellt und weder die winterlichen Winde noch die Djinnis werden uns das Forschungsvergnügen verderben! In diesem Sinne – fröhliches Werken!

 

 

 

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